Die Waldorf Pädagogik
Der eigentliche Gründer der Waldorf Pädagogik ist Rudolf Steiner, der am 27. Februar 1861 in dem schönen Österreich geboren wurde. Als Doktor der Philosophie konnte er durch seine damalige Arbeit als Hauslehrer viele Erfahrungen in dem Gebiet Heilpädagogik sammeln. Er gründete im Jahre 1919 die aller erste Waldorfschule. Gestorben ist der Begründer der Waldorf Pädagogik 30. März 1925 in der Schweiz.
In diesem Pädagogik Schema wird das Kind als noch nicht ganz erwachsen angesehen. Es muss sich erst richtig entwickeln, um im späteren Leben auch „voll funktionsfähig“ sein zu können, so wie die Gesellschaft das ansieht. Im Gegensatz zu einem normalen Erwachsenen braucht ein Kind viel Schonraum, um seine Kräfte heranwachsen zu lassen.
Alle Schüler durchlaufen alle 12 Schuljahre, denn in dieser Schule gibt es kein Sitzenbleiben. Der Lehrplan an einer freien Waldorf Schule richtet sich ganz nach den Begabungen und den geistigen Veranlagungen jeden einzelnen Schülers. So gibt es hier auch schon ab der ersten Klasse viel künstlerischen Unterricht. So werden bei den Kindern für die Gesellschaft wichtige schöpferische und auch die Erlebniskräfte weit mehr gefördert, als bei einer normalen Schule.
Die Unterrichtsinhalte an der Waldorf Schule werden auf die Entwicklung des Kindes abgestimmt und auf Prozesse des kindlichen Lernens und auf die verschiedenen Stufen der menschlichen Entfaltung abgestimmt. In den ersten Jahren wird an dieser Schule ein bildhafter Unterricht veranstaltet, das heißt, dass nicht nur aus Büchern und Heften gearbeitet wird, sondern, dass den Kindern der Unterrichtsinhalt durch Bilder und Gegenstände veranschaulicht wird. So verstehen gerade kleine Kinder die Themen des Unterrichts wesentlich besser.Vom 9. bis zum 12. Schuljahr wird der wissenschaftliche Charakter des Unterrichts verstärkt, der Unterricht soll den Kindern helfen, im späteren Leben auch durch diese Bildung Antworten für allgemeine Lebensfragen finden zu können.
Es gibt an einer Waldorfschule kein sonst so übliches Zensurensystem, denn die Zeugnisse bestehen hier aus sehr detaillierten Charakterisierungen von Leistung und Leistungsfortschritt. Aber abschließen können die Schüler die Schule nach den jeweils geltenden Regeln des Bundeslandes. Sie schließen also mit einer mittleren Reife oder auch mit Abitur ab.
Der Begründer Rudolf Steiner nimmt bei seiner Pädagogik eine absolute Vorbildfunktion ein, wo das Kind alles, was vorgegeben wird auch verinnerlicht und auch aufnimmt. Die Erzieherinnen in einer Walforf Schule müssen unheimlich sensibel sein und ein gutes Einfühlungsvermögen den Kindern gegenüber aufweisen können, um in einer Waldorf Schule auch länger bestehen zu können.Auch eine optimistische Grundeinstellung gehört zu den Eigenschaften, die eine Erzieherin in einer Waldorf Schule unbedingt aufweisen können muss.Besonders bei den älteren Kindern der Waldorf Schule muss die Erzieherin eine Autoriätsperson sein. Auch die Gestaltung der Umwelt in der sich die Kinder bewegen gehört zu ihren Aufgaben. Sie ist dafür zuständig, die Räume und die Umgebung ansprechen und für alle Sinne ansprechend zu gestalten.Auch die rhythmische Bewegung des Körpers und auch die künstlerische Gestaltung ist Aufgabe der Erzieherin.
Es gibt aber wie bei jeder Erziehungsmethode auch hier Kritiker. Kritiker werfen der Waldorf Pädagogik vor, dass die Kinder praktisch in einem Schonraum aufwachsen, welcher keine Parallelen zum normalen Leben aufzeigen. Es wird auch oft behauptet, dass es sich bei der Waldorf Pädagogik um eine „weltfremde Pädagogik“ handelt, die manipulativ und ideologisch sei.
January 18 2010 08:18 pm | Erziehung